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Ideen fischen leicht gemacht

Ideen fischen in jungen Jahren

Tatsächlich zählt es für Autoren zur Kunst; effizientes Ideen fischen fällt vielen nicht leicht. Die Entscheidung, die du als Schreiberling irgendwann einmal fällen musst, ist, ob eine Idee zum Erzählen taugt und ob sie eine ganze Geschichte tragen kann. Das herauszufinden, dauert eine Weile.

Bei 28 Days of Blogging haben wir  aber genau eines nicht: Zeit. Jede von uns – Nebiga und ich – versucht daher den Denkprozess abzukürzen. Nebigas Art Ideen zu fischen ist mir zu unstrukturiert. Da würde ich zu lange brauchen. Das funktioniert nicht. Nicht bei mir. Ich liebe Systematik; halte mich an Handwerkszeug, sammle Techniken, teste Tools und recherchiere. Heute habe ich mich hingesetzt und meine Idee für die Februar-Story gefischt.

Ideenmangel kenne ich nicht, weil ich bei allem, das mir ins Auge springt, Lesezeichen setze, Fotos schieße, Zeitungsartikel scanne oder in mein kleines schlaues Büchlein kritzle.  Auf diese Weise sammelte sich über die Jahre ein See an Papierschnipsel, Halbsätzen, Fotos und Favoriten an. Ein See an Ideen. Nach einer zu angeln, wenn ich sie brauche – dafür habe ich mir eine Strategie zugelegt.

3 Anglertipps für gelungenes Ideen fischen

Ich habe meine Ideensammlung in Themenordner unterteilt. Zunächst schnappe ich mir einen Ordner mit einem Thema, das ich bearbeiten möchte. Ich gehe alle Notizen, Dokumente und Fotos durch und erinnere mich.

1. Listen erstellen

Listen schreiben ist großartig. Es reicht mir, wenn ich drei “Fische” aus dem Ordner ziehe. Zu jedem Fisch erstelle ich eine Liste über alles, was mir auffällt oder einfällt.

2. Kreativ-Technik Clustering

Meistens habe ich beim Listenschreiben schon meinen Favoriten entdeckt. Wenn nicht, nehme ich halt zwei Kandidaten. Bei diesem Schritt geht es darum herauszufinden, ob die Idee auch eine ganze Geschichte trägt. Ich erstelle eine Seite mit Assoziationen. Brainstorming auf Neudeutsch. Alles, was in meinen Gedanken herumspukt, notiere ich möglichst schnell – kreuz und quer auf einer Seite. Meistens kaum leserlich 😉

3. Analyse des Clusters

Hierin liegt der schwierigste Teil. Nein, nicht nur, weil ich eine “endgültige Entscheidung” treffen muss. Wenn alles gut geht, versorgt mich das Cluster mit viel Material. Jede Seite ist gewöhnlich voll bekritzelt. Ich habe ja Übung mit dieser Methode. Da kristalisiert sich schon heraus, ob die Idee etwas taugt. Immer vorausgesetzt ich kann meine eigene Schrift lesen!

Was letztendlich entscheidet

Habe ich zwei Kandidaten an der Angel, werfe ich wie jeder verantwortungsbewusste Angler auch den leichteren Fisch wieder in den Teich.

Leichter heißt nicht unbedingt, dass die Idee weniger Assoziationen hervorgerufen hat. Es kann auch sein, dass eine weniger beschriebene Cluster-Seite richtige Perlen versteckt. Leichter meint, dass ich gerade nicht in Stimmung bin, mich der Idee anzunehmen. Der Fisch kann noch ein paar Wochen, Monate, Jahre munter weiterschwimmen.

Möglich, dass er später noch einmal nach dem Köder schnappt!

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