Wo ist die Hexe im Apfelbaum?
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Was will die Hexe im Apfelbaum?

Heute erzähle ich euch von einer Hexe, jener Hexe, die es sich in einem Apfelbaum bequem gemacht hat. Wie lange ihr das gelingt? Tjaaaa… hört selbst:

Es war einmal auf der Landstraße zwischen Reichenberg und Gablonz ein Apfelbaum. Der war alt und vertrocknet; er trug nur saure, verhutzelte Äpfel, an denen sich niemand die Zähne ausbeißen wollte.

In einem ganz besonderen Jahr reiften aber plötzlich saftige, rotbackige Äpfel heran. Sie leuchteten schon von weitem, so dass Euch das Wasser im Munde zusammengelaufen wäre, wenn Ihr nur damals schon auf der Welt und dort vorbeigekommen wäret. So aber staunte ein Tuchweber und schlich sich näher ran.

Wie die Hexe ihre Äpfel bewacht

 

Gustav Klimt Apfelbaum

Von Gustav Klimt

Ei wie sehr wollte er in einen Apfel hineinbeißen; den Saft so richtig vom Kinn tropfen lassen. Auf den unteren Ästen jedoch baumelten keine Äpfel – nur dort droben, ganz hoch.

Der Tuchweber entschied sich zu klettern.

Er schwang sich auf einen Ast, dann auf den nächsten und dann noch auf einen anderen. Schließlich griff sich einen besonders knackig aussehenden Apfel. Schon wollte er hineinbeißen, dachte an das saftige Fruchtfleisch –

Was fällt dir ein! Stiehlst mir meine Äpfel! Du Apfeldieb, du! Zinn Zinnoberrot!

Der Tuchweber schreckte sich, als er ein altes Weiblein aus der Krone des Baums steigen sah:

Die Apfelhexe!

hexe am flugSchnell versuchte er weg zu springen. Denn er hatte schon viel zu viel von ihr gehört:

  • Da war Hans, der Hundefänger, den sie drei Tage in einem Weidenkorb eingesperrt,
  • dann Theodor, der Taschendieb, dem sie die Diebesbeute gestohlen
  • und schließlich Käthe, die Kupplerin, der sie die Nase langgezogen hatte.

Kein Wunder, dass der Tuchweber sich so schnell wie möglich davonmachen wollte. Nur klappte es nicht. Er hing nämlich fest!

Die Apfelhexe kicherte.

So schnell kommst du mir nicht davon! Zuerst musst du mir die Zeit vertreiben. Erzähl‘ mir eine Geschichte!

Der Tuchweber wunderte sich, wie billig er davonkommen sollte. Er wusste viele Geschichten, war er doch als Handwerksbursch gereist.

Ihr wisst ja –  wer eine Reise tut…

Und deshalb wusste der Geschichten… Geschichten… zum Beispiel von der Nachbarin, die den Nagel immer auf den Kopf getroffen hatte. Wie sie dem Handwerksburschen des Tischlermeisters über Nacht gezeigt hat, wie man ein Boot baut. Mit dem sie dann fortsegelt.

Dieses Ende gefiel der Apfelhexe. Sie riss einen Apfel ab und gab ihn dem Tuchweber. Kaum hat er einen Bissen davon gekaut und runtergeschluckt, war der Hunger weg. Zum Essen blieb ihm ja auch keine Zeit.

Mach schon! Erzähl weiter!

Also erzählte er:

Von der gefräßigen Raupe, die den Obstgarten vertrocknen ließ. Sie entschied sich vor lauter Appetit dazu, sich nicht zu verpuppen und kein Schmetterling zu werden; sie wollte lieber einfach in Nachbarsgarten weiterfressen.

Diese Geschichte mochte die Hexe nicht so. Sie fuhr dem Tuchweber mit ihren scharfen Nägeln übers Gesicht. Das tat weh – doch schon musste er weiter erzählen, weiter und weiter: Den ganzen Tag über redete er. Alles erzählte er – von den Leuten im Dorf und den Dörfern ringsum – alles, was er wusste. Wenn es der Hexe gefiel, lobte sie und gab ihm einen Apfel. Aber wehe, wenn nicht. Dann setzte sie ihre Nägel ein.

Als es tiefe Nacht war, sagte sie:

Jetzt denk‘ nach! Morgen will ich Bess’res hören. Wenn nicht, ergeht es dir schlecht!

So grübelte der Tuchweber die ganze Nacht. Kein Auge hat er zugetan! Was nur, was, gab es noch, das der Hexe gefallen könnte? Er grübelte und grübelte… ja er dachte so lange nach, so dass er am Morgen ganz heiser und sein Kopf leer war. Völlig leer.

Dummer Tor!

Die Hexe schimpfte, als ihm nichts mehr einfiel, und warf ihn einfach vom Baum.

Der Tuchweber brach sich einen Arm und ein Bein dabei und humpelte davon. Froh, dass er so glimpflich entkommen war.

Die Wahl: 1 Geschichte oder gebrochene Beine

Kurz danach lief einem Fassbinder das Wasser im Munde zusammen. Er stieg in den Baum. Doch er war maulfaul. Das munkelte man schon lange im Dorf – und so flog er in einem so hohen Bogen aus dem Geäst, dass er alle seine Glieder zusammenklauben musste.

Der nächste war der Dorfpolizist. Auch er konnte den Äpfeln nicht widerstehen! Ihm fielen glücklicherweise gleich ein paar Geschichten ein:

  • von seiner Jagd auf einen Zirkusfloh zum Beispiel. Wie sich der im Hemd der Bürgermeisterin versteckt hat.
  • von der wandernden Vogelscheuche, die sich die Felder aussuchen konnte und daher sehr heikel war.
  • vom Taschendieb auf dem Jahrmarkt von Reichenberg. Der hatte einen Knopf in den Klingelbeutel geworfen.

Dann aber war Schluss. Der Dorfpolizist wusste nichts mehr. Sofort plumpste er vom Baum. Just in diesem Moment kam ein Heuwagen vorbei. Der ließ ihn weich fallen. Vielleicht deshalb, weil die Hexe bei allen seinen Geschichten lachen musste.

Hexe vs Schneidermeisterin: Wer gewinnt?

Der Schneider war der nächste. Er erzählte

  • von der dummen Augustine, die so gerne Königin werden wollte,
  • vom kleinen Ferkel, dem die fünfjährige Tine tanzen lehrte.,
  • von der Schustermeisterin, die Pferden Schuhe anpasste.

Am Ende jeder Geschichte wiegte er aber den Kopf, sehr nachdenklich:

So ist es wirklich passiert. So  hat es mir meine Frau, die Schneidermeisterin, erzählt.

Bei der dritten Geschichte wurde es der Apfelhexe schließlich zu bunt:

Alles hast du von deiner Frau gehört. Wie’s scheint, ist die viel klüger als du!

Was gibt es da zu sagen, wenn etwas wahr ist? So wahr.

Viel klüger! Die weiß alles, was landauf, landab vor sich geht!

Geh nach Haus und schick sie her! Auf dass sie mir die Zeit vertreibt!

Die Hexe ließ den Schneider vom Baum.

Als er aber nach Hause kam, ging sofort ein Donnerwetter auf ihn hernieder.

War das ein Gezänk und Geschrei, weil er so spät zum Abendessen eintraf. Erst nach einer Weile, in einer klitzekleinen Verschnaufpause seiner Frau, erzählte er vom Apfelbaum auf der Landstraße zwischen Reichenberg und Gablonz.

Der trägt Früchte, die sind so süß und saftig, dass du dich nicht satt essen kannst!

eine Schüssel voll ÄpfelMehr brauchte die Schneidermeisterin nicht! Äpfel waren ihr Lieblingsobst – und sie wollte wieder einmal einen Altwiener Apfelstrudel backen. Sie forderte ihren Mann auf, ihr den Baum zu zeigen. Nachdem er sich ein bisschen geziert hat, ging der Schneider mit ihr zum Baum. Dort ließ er seiner Gattin den Vortritt.

Kaum war die Schneidermeisterin im Geäst, stürzte sie sich auf einen der rotbackigen Äpfel. Ihr wisst ja, wie das ausgeht: Die Hexe forderte ihre „schönen Geschichten“.

Mehr als wir alle anderen wusste die Schneidermeisterin aber auch nicht. Doch sie hatte das loseste Mundwerk zwischen dem Jeschken- und Isargebirge. Sie  klatschte d‘rauflos und hört auch heute noch nicht damit auf.

Die Hexe aber kletterte noch am Abend hurtigst vom Baum herunter. Sie suchte das Weite. Solch ein Gewäsch hatte sie noch nie vernommen – die Ohren klangen ihr noch wochenlang davon.

Im Apfelbaum droben blieb die Schneidermeisterin allein sitzen. Sie wartet auf jemanden, der sie da runterholt. Weil die Äpfel aber wieder verschrumpelt und ganz hart sind, kümmert sich keiner mehr um den Baum.

Wenn die Schneidermeisterin also noch nicht gestorben ist, dann lebt sie noch heute da oben.

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Rezept: Der einzig wahre, der echteste aller Apfelstrudel

Was in der kaiserlich, königlichen (k. und k.) Monarchie der Habsburger wirklich jeder wusste, heute aber gern verdrängt wird: Der Apfelstrudel kommt eigentlich nicht aus dem heutigen Österreich. Wie viele der als typisch österreichisch angesehenen Mehlspeisen! Der Apfelstrudel kommt von ganz woanders:

Damals, als Tschechien noch zur Habsburger Monarchie gehörte und die Amtssprache Deutsch war, zogen viele böhmische Frauen nach Wien, mit ihren Männern oder allein, um in der Hauptstadt Österreichs zu arbeiten. Sie verdingten sich dort als Köchinnen, Dienstmägde, Hausmädchen oder in den zahlreichen Fabriken der Stadt.

Das Erbe, das diese tüchtigen Frauen den Wienern hinterlassen haben, sind die zahlreichen Mehlspeisrezepte, für die die österreichischen Küche heute so berühmt ist.

Dazu gehört neben der Palatschinke auch der heute allseits bekannte – der Altwiener

Apfelstrudel aller Apfelstrudel

Auf eure Frage hin habe ich mich hingesetzt und notiert, was in Wien jeder weiß: Das Rezept des Altwiener Apfelstrudel für 6-8 Portionen. Damit ihr in Zukunft einen wahren, ja den echtesten aller Apfelstrudel klar erkennt. Probiert und genießt!

Zutaten für den selbstgezogenen Strudelteig

  • 200 g Mehl, glatt (Type 480)
  • 1/8 l Wasser, lauwarm
  • EL Öl
  • eventuell 1 Ei
  • Prise Salz
  • Mehl zum Stauben
  • Butter zum Bestreichen
  • Öl zum Bestreichen

Mehl kegelartig auf Arbeitsfläche häufen, oben einen Krater bilden.

Salz, Öl, (Ei) und nach und nach Wasser beigeben.

Alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten. Teig dünn mit Öl bestreichen und zugedeckt ca. eine halbe Stunde rasten lassen.

Ein Tuch mit Mehl stauben, Teig ebenfalls mit Mehl anstauben und mit dem Nudelholz gleichmäßig ausrollen. Mit flüssiger Butter bestreichen, zugedeckt einige Minuten rasten lassen.

Den Teig mit dem Handrücken hauchdünn und gleichmäßig ausziehen, dabei beide Hände verwenden.

Zutaten für die Fülle

  • 1,5 kg säuerliche Äpfel z. B. Boskop, Golden Delicious (geschält und entkernt)
  • 20 g Sauerrahm (oder geschlagene Sahne)
  • 80 g gehackte Walnüsse
  • 150 g Kristallzucker
  • 150 g Semmelbrösel (Paniermehl)
  • 80 g Butter
  • 1 KL Zimt
  • 1 EL Vanillezucker
  • 2 EL Rum

Äpfel vierteln, in 3 mm dicke Scheiben schneiden.

Butter in Pfanne erhitzen, Semmelbrösel beigegeben, goldbraun rösten, kalt stellen.

Äpfel mit Kristall und Vanillezucker sowie Zimt, Rom und Rosinen vermengen.

Strudelteig anrollen, mit flüssiger Butter bestreichen, dünn auf bemehlten Tuch ausziehen, Ränder abschneiden. Strudelteig mit Bröselgemisch bestreuen, Äpfel darauf gruppieren, Walnüsse darüber streuen und mit Sauerrahm (Sahne) einstreichen.

Zum Schluss straff einrollen und die Enden schließen.

Auf ein gebuttertes des Backblech legen, nochmals kräftig mit flüssiger Butter bestreichen, im vorgeheizten Backofen braun backen (Backrohr Temperatur: 220 °C, Backdauer: ca. 40 min)

Mit Staubzucker bestreut, warm oder kalt servieren.

Tipp zum Ausziehen des Teigs:

1, 2, 3  – keine Hexerei: Am leichtesten lässt sich Strudelteig ausziehen, indem man ihn

  1. auf ein bemehltes Tuch mittels Nudelholz fingerdick  ausrollt,
  2. 5 min zugedeckt rasten lässt
  3. mit flüssiger Butter kräftig bestreicht

Anschließend lässt sich der Teig wunderbar ziehen.

Statt Äpfel lassen sich auch andere Obstsorten, zum Beispiel ihre Zwetschken, Trauben oder Birnen  verarbeiten. Ein Rhabarber-Strudel ist übrigens auch etwas ganz Besonderes. Ach – das Schlagobers, das sollte nicht fehlen!

Hinweis für Freunde der Vanillesoß': Fußbad kriegt der Strudel keins!!! 😉

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Warum schneit es so wenig, Frau Holle?

Der Pfad zu Frau Holle fordert Überwindung. Auch ich musste springen – vom Brunnenrand in unbekannte, schwarze Tiefe.

Die alte Dame erklärte es mir: Würde ich mich weigern, könne ich das Interview vergessen. Ihr Zuhause sei eben unten! Sie käme selten nach oben und wenn, dann hätte sie Besseres zu tun als mit Journalisten zu sprechen. Besonders im Winter.

Die Rauhnächte kommen bald und ich weiß sowieso nicht, wo mir der Kopf steht.

Mir blieb also nichts Anderes übrig. Ich bin ins Unfaßbare gesprungen… und praktisch sofort in Ohnmacht gefallen.

Ihr wollt wissen, was mir bei meinem Sprung passiert ist?

Tut mir leid, so genau weiß ich es nicht. Mein Mikro rauscht zuerst eine Weile, danach zwitschern Vögel, summen Bienen und ich höre einen Plumps. Irgendwas ist auf eine weiche Unterlage gefallen, denn es plumpste gedämpft. Das war ich, vermute ich.

Bei Frau Holle in der Welt ganz unten

Denn als ich wach wurde, roch ich zuerst einen Hauch von Hyazinthen und Gras, gebackenes Brot und den feinen Duft eines blühenden Holunderstrauchs. Ich öffnete die Augen und sah sie sofort.

Frau Holle saß vor ihrem Haus auf der Sonnenbank und hielt einen Ast voller Holunderblüten in der Hand. Ich war erleichtert. Es war nur eine weißhaarige Frau mit roten Wangen und einem Zwinkern in den faltigen Augenwinkeln. Sie entsprach nicht einem einzigen der Schreckensbilder, die mir gezeichnet wurden: mit riesengroßen, spitzen Zähne zum Beispiel, wirrem Haar und mit strengem Geruch.

Vor mir lehnte jedoch eine adrette, alte Dame. Ihre Haare hatte sie aufgesteckt, der Kragen ihrer Bluse schien frisch gestärkt. Umstände machte Frau Holle jedoch keine.

Fangen wir gleich an, ich habe nicht viel Zeit!

Tja dann, Frau Holle – äh – bekannt sind Sie ja durch die Brüder Jakob und Wilhelm Grimm geworden. Diese beiden Märchenforscher haben das Märchen Frau Holle in den Kinder- und Hausmärchen veröffentlicht. Wie leben Sie mit diesem Ruhm?

Hier herunten? Nicht anders als zuvor.

Hat sich gar nichts verändert?

Doch, wenn du so fragst! Ich kriege nicht mehr viel Besuch, eigentlich verirren sich höchstens Medien hierher. Hängt das mit diesem Buch zusammen?

Äh…

Wer glaubt noch an Märchen?

Ich fürchte, das muss an etwas Anderem liegen, Frau Holle. Das Buch war eher gute Publicity.

Was? Mit dieser alten Geschichte? Was ist mit dem Jungen, der mir auch geholfen hat? Jakob, ja Jakob vom Wanderzirkus. Von dem könnt ihr erzählen. Aber nein, ihr wiederholt diese Geschichte von den Grimms wieder und wieder, wie eine Schallplatte, die einen Kratzer hat. Ach nein, ich vergesse immer… heute hört keiner mehr Schallplatte, heute streamt ihr.

Über Jakob gibt es einen Film. Kennen Sie den noch nicht? Dadurch wurden Sie auch solchen Menschen bekannt, Frau Holle, die nicht lesen. Eigentlich müssten sie Ihnen die Bude einrennen. Schon allein für ein Selfie!

Selfies… Solche Menschen kommen mir nicht ins Haus!

Aber…

Betten machen bei Frau HolleIch sehe sie ständig. Kaum schüttele ich die Kissen, stürzen sie aus dem Haus, springen unter den Schneeflocken herum, knipsen, knipsen und knipsen. Vor diesem Baum, hinter jenem Strauch, unter dem Denkmal und auf dem Weihnachtsmarkt. Mit Mütze, Felljacke und in Schals gemummelt. Zehn Minuten vielleicht, höchstens! Danach gehen sie ins Haus.

Was stört Sie daran? Die Menschen freuen sich doch, Frau Holle!

Mir  ziehen sie den letzten Nerv. Ich mag nicht mehr. Die Kissen sind schwer, ich bin alt. Ich schüttele sie zwar, werde aber so schnell müde. Früher haben die Menschen Schneemänner gebaut, sind herumgetollt, Schi gefahren, Eis gelaufen, haben eine Schneeballschlacht gemacht – was weiß ich. Stundenlang! Das war Freude – die Freude, die mir Energie gab.

Vielleicht holen Sie sich doch wieder Hilfe, Frau Holle. Damit Sie Hilfe beim Betten machen haben.

Weißt du, wie Hilfe heute aussieht? Die wischt mehr im Handy herum als meinen Boden. Ganz zu schweigen von den Kissen. Wenn sich alle schon bei meinen Verschnaufpausen beschweren, dass es so wenig schneit! Nein, nein… kennst du vielleicht jemanden ohne Smartphone?

 Puh… Frau Holle, leider. Mir fällt niemand ein.

Und dann bin ich neben dem Brunnen aufgewacht. Neben mir das Handy, einen verkohlten Laib Brot und den Ast eines Hollunderbusches. Frau Holle hatte wirklich wenig Zeit.

Tipps zum kreativen Gestalten

1. Schneeflocken-Mandala

Oder hättest du lieber eine Vorlage für deine Kinder? Mit diesem Mandala haben sie sicherlich Spaß beim Ausmalen.

2. Mit kleineren Kinder, die sich schon so auf das Spielen im Schnee freuen: Bastle den Schnee einfach selber!

3. Zu Weihnachten spielt es wie jedes Jahr den Film Frau Holle im Fernsehen. Im ZDF am 23. 12. 2017 um 13.45 Uhr. Weitere Sendetermine gibt es hier.

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