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1+1=3 Märchen trifft auf Philosophie

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Ein gutes Gespann schafft mehr als die Summe seiner Möglichkeiten:

1: Wer in den deutschsprachigen Landen Sagen und Märchen erzählt, weiß um den Schriftsteller Michael Köhlmeier. Bekannt ist er, weil er die Sagen des klassischen Altertums in der 80teiligen ARD-alpha-Reihe schonungslos und eindrücklich erzählt. Er ist schon längst der Erzähler, auf den man sich bezieht, wenn es Fragen zu griechische Götter, Halbgötter und dem Olymp zu beantworten gilt.

+

1: Was hat in diesem Umfeld Konrad Paul Lissmann verloren? Der Villacher ist Universitätsprofessor für „Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik“ an der Universität Wien. 2014 hat er sich aufgemacht, die Praxis der Unbildung näher zu beleuchten. Da der streitbare Essayist auf einen ironischen Verstand bauen kann, ist diese Streitschrift polemisch, klar und durchdacht. Mythen und Märchen, Magie, Götter… das alles kann man sich bei ihm eigentlich nicht vorstellen.

=

3: Der Dialog zwischen den beiden ist zu diesem Buch geworden. Mythologisch-philosophische Verführungen nennen die Autoren es. Für mich ist es ein Spaziergang… ein Spaziergang durch die Themen eines Menschenlebens: Arbeit, Macht, Lust, Schönheit, Meisterschaft…

1+1=3

Alte Geschichten mögen die einen sagen, “unrealistisch, Unterhaltung halt” – Da hören wir an einem regnerischen Samstag Nachmittag zu, weil eine gut erzählte Geschichte eben “eine gute Geschichte” ist.

Wenn sich allerdings die Philosophie der Geschichten, der Märchen und Sagen annimmt und zeigt, was noch alles  in ihnen steckt – ja dann… dann erfahren wir, was Märchen eigentlich sind:

  • Vorlagen zum Denken
  • Bewährte Erinnerungen der Menschen vor uns
  • Ausdruck eines kollektiven Gedächtnisses
  • Interpretationsspielraum
  • Ein Stück Weisheit

 

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