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Orte, wo ich auf Reisen schreiben kann

Schreib-, Küchen- und Wohnzimmertische: Das sind die am häufigsten genannten Plätze, wenn Leute erzählen, wo sie schreiben. Österreicher runzeln da gern die Stirn: “Im Café”, sagen sie. Aber auch Cafés gibt es nicht immer.

Globetrotter müssen beim Schreiben improvisieren. Es soll Länder geben, wo es an Tischen fehlt, auch in Zügen; wo jemand, der alleine sitzt und schreibt oder liest, als “traurig” gilt und aufgeheitert werden muss; wo Hotelzimmer so niedrig und schmal sind, dass es schwierig ist, im Bett aufrecht zu sitzen, geschweige denn dass Tisch und Stuhl vorhanden sind. Trotzdem will und muss ich auf Reisen schreiben, mich für eine oder zwei Stunden auf ein Thema konzentrieren. Bloggen, Geschichten erfinden, Gespräche notieren…

Welche Lieblingsplätze habe ich also, wenn ich unterwegs bin? An welchen Orten verbinde ich Reisen und Schreiben; tauche ich ab, weg in eine andere Welt. Höre nichts, beobachte und denke mir meinen Teil.

Lieblingsplätze?

Notlösungen, nennen es Andere. Diese Orte sind aber meine Favoriten, geordnet nach Prioritäten. Die Liste habe ich nach meinen liebsten Schreiberinnerungen erstellt.

Auf Reisen: Das Schreibplatz-Ranking

Platz 5: Im Bus/Zug oder Auto

Ich fahre gern Auto. Allein. Schlaue Menschen aber, die meinen, besser, schneller und versierter zu fahren, dürfen mich kutschieren. Und nachdem jeder einzelne, den ich kenne, davon überzeugt ist, der beste Autofahrer zu sein, genieße ich mein Leben als Beifahrerin. In Schweigen.

Wenn sich die Fahrer umsehen, um nachzusehen, warum ich so wortkarg bin, wundern sie sich. Zumindest beim ersten Mal. Wie kann es sein, dass ich auf meiner Tasche in ein Notizbuch kritzle? Es gibt doch genügend Gegend zum Beobachten, interessante Gesellschaft und dann… die Ruckelei! Aber ich schreibe und nehme nicht einmal wahr, wenn der Fahrer weiterzappt – Patty Smith durch Rap ersetzt.

Platz 4: Das Bett

Truman Capote liebte es, Sigmund Freud auch – die Reihe derer, die im Liegen schrieben, ist lang. Tintenflecke auf weißem Laken sind heutzutage ja auch kein Ärgernis mehr. Wer schreibt den noch per Hand, mit Kuli oder Feder? Wir greifen einfach zum Nachtkästchen hinüber. Dort liegt Tablet oder Laptop zum Arbeiten bereit. Wir führen ohne der Ahnväter Probleme die Tradition weiter: Im Bett entstehen Geschichten, ja sogar Romane! Das bewies schon Marcel Proust.

Das berühmteste Bett, in dem ich schrieb?  Frida Kahlos Schlaf-, Mal – und Werkstatt… Ihr Bett mussten Arbeiter in das Museum Bellas Artes tragen – mitsamt der Künstlerin. Sie konnte nicht mehr gehen, sollte und wollte der Ausstellung aber beiwohnen.

Auf der berühmten Kante saß ich Jahrzehnte später, notierte und wartete. Es dauerte eine Weile, bis sich die Menschenmenge vom Schlafzimmer in den Garten verlief.

Platz 3: Terasse mit Ausblick

Reisen und der Allgäu, GebirgspanoramaGebirgspanoramen regen die Phantasie an. Vor allem dann, wenn sie in das Licht eines Sonnenuntergangs  getaucht sind. Dafür verbringe ich schon einmal ein paar Stunden auf einer zugigen Terasse: Finger frieren, der Atemhauch rieselt fröstelnd auf das Tischtuch und der Tee vor mir wärmt schon lange nicht mehr.

“Komm schon, wir gehen!”

Nicht doch! Ein Satz geht noch, nur noch einer… warte, da fällt mir ein… nein, fallen mir zwei… oder waren es drei…

Wer auf mich wartet, kann nur hoffen, dass die Sonne bald verschwindet.

Platz 2: Des Menschen ureigene Unterlage

Für Strand, südlichere Gefilde oder die Wüste hat sich dieser Ort leider als ungeeignet erwiesen: Tablets und Laptops laufen warm. Das kann auf Oberschenkeln ziemlich ungemütlich werden.

Dafür muss man gar nicht weit reisen: Teliko Tarnovo, Bulgarien, schafft schon mal 40 Grad Celsius im Sommer. Im April heizte sich mein Tablet dermaßen auf, dass es sich von selbst ausschaltete. Gut so! Denn meine Oberschenkel rauchten…

1. Auf dem Koffer

Flughäfen, Grenzübergänge und Bahnhöfe: ein spezieller Fall. Sie haben des öfteren keine Sitzplätze. Grenzgängern und fahrendem Volk darf es nicht zu bequem gemacht werden!

Tijuana, Mexiko, Grenzübergang zu San Diego, USA, ist keine Ausnahme. Eines Nachts verweigerte der US-Zollbeamte Reisenden den Wartesaal. Der Grund: Das Computersystem sei zusammengebrochen. Wir müssen draußen warten.

Warum?

Vorschrift.

Wie lange?

So lange die Reparatur dauert.

Tijuanas Grenzübergang verlässt niemand nachts freiwillig. Selbst hartgesottene Mexikaner nicht. Wir scharrten uns um die Grenzstation, harrten der Dinge. Die meisten stehend. Von 22 Uhr bis vier Uhr morgens.

In diesen Stunden habe ich meinen Koffer schätzen gelernt! Notizbuch und Stift auch.

Ich hatte viel zu schreiben.

Und du? An welchen Orten schreibst du?

Was sind deine Lieblingsorte? Wo geht dir das Schreiben leicht von der Hand?

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Das Ergebnis wird besprochen
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28 Tage Bloggen: Das Ergebnis

Redaktionssitzung! Ein Blick auf das Ergebnis von 28 Days of Blogging steht an.

  1. Was ist eigentlich herausgekommen?
  2. Was hat geklappt?
  3. Sind die Ziele erreicht?
  4. Gehört etwas verbessert?
  5. Wenn ja, was?

Die Redaktion hat zum Meeting gebeten.

Zehn Uhr morgens: Leo wartet schon. Die Redaktion gesellt sich zu ihr, einen Plastikbecher Kaffee in der Hand.

10.10 Uhr… Nebiga lugt um die Ecke, fragt erstaunt: Ist es schon soweit? Ohne eine Antwort abzuwarten, eilt sie zurück an ihren Schreibtisch, kommt mit einer großen Tasse Tee zurück, setzt sich.

  • Du bist spät! Was hat dich aufgehalten?
  • Ich schreibe.
  • Noch immer? Bist du echt noch immer nicht fertig?
  • Natürlich nicht! Qualität DAUERT!
  • Willst du behaupten, mein Diätplan ist nicht…
  • Äh… Gut, fangen wir an!

Die Redaktion nimmt einen Schluck Kaffee: Das kann ja heiter werden, denkt sie.

Worüber ich heute sprechen will, ist 28 Days of Blogging. Ich habe mir Notizen gemacht, Zahlen kontrolliert, die Beiträge durchgesehen. Ich erzähle kurz, was unser Plan war, was ihr davon erreicht habt, was nicht. Unterbrecht mich bitte nicht. Diskutieren können wir nachher, ja!

Das Ergebnis: Äußerst zufriedenstellend

Zielvorgabe war folgende: Im Februar sollte es jeden Tag einen Post darüber geben, wie a. ein Artikel-, b. ein Märchen-Post entsteht. Die Themenwahl war frei. Am Ende sollten die Leser zwei lange Beiträge und 26 kürzere Posts vorfinden. Unsere Absicht war es,

  1. Neugier wecken,
  2. zum Nachdenken bringen,
  3. unterhalten,
  4. zeigen, wie wir arbeiten,
  5. Tipps geben,
  6. zum Kommentieren anregen,
  7. selbst Spaß beim Schreiben haben,
  8. neue Ideen von den anderen Bloggern, die mitmachen, bekommen,
  9. Neues darüber lernen, wie man einen Blog organisiert.
  • Mit Zahlen lässt sich jetzt nicht direkt belegen, ob ihr Punkt 1-3 erreicht habt. Da müssten wir eher eine Leserumfrage starten, wenn ihr etwas Aussagekräftiges wollt. Aber die Zahlen geben uns Hinweise: Alles in allem sind die Leserzahlen um 79 Prozent gestiegen, das verdankt ihr vor allem dem Beitrag vom 21. Februar.
  • Welcher war das?
  • Meine große Liebe ist Kunterbuch Nebiga, du brauchst gar nicht so zufrieden zu grinsen!

Weitere Zahlen: 48 Prozent der Leser von 28 Days of Blogging sind übrigens “Wiederholungstäter”. Die Texte sind also vielleicht doch ganz gut angekommen;)

Zu Punkt 4-6:

  • Ich habe mir eure Beiträge angesehen. Einige davon geben ganz klare Tipps zum Thema Schreiben oder Recherchieren. Andere sind eher Lebenstipps, der Beitrag zum Glück zum Beispiel. Ob das unsere Leser mögen, weiß ich noch nicht so genau. Die Zahlen helfen da wenig. Ach, und kommentiert wurde fleißig… toll!

Punkt 7, 8 und 9: Was brachte das täglich Bloggen?

  • Über einen Monat hinweg täglich posten kostet viel Extraarbeit, besonders weil ihr sonst ja höchsten einen Beitrag monatlich schafft. Wie habt ihr euch motiviert?
  • Das Tollste war, dass ich darüber nachdenken musste, wie ich eigentlich arbeite. Wo schreibe ich am liebsten, wo finde ich die richtigen Infos, wie gehe ich mit Resourcen um? Solche Dinge eben. Das macht Spaß, richtig Spaß!
  • Aber es war auch anstrengend. Ja, an manchen Abenden war ich am Limit.
  • Vielleicht solltest du mehr planen!
  • Blödsinn! Du weißt doch, dass ich mich nicht an Pläne nicht halte.
  • Deshalb warten wir ja auch noch immer auf das versprochene Märchen.
  • Kommt ja auch noch! Ich schreib dran… Ihr habt mich weggeholt! Schon vergessen? Sonst wär’ ich vielleicht schon fertig. Nie lasst ihr mir genug Zeit!
  • Beschwer’ dich doch nicht, Nebiga. Zeit ist das, was uns am meisten fehlt.
  • Ich hätte einfach gern die anderen Beiträge bei 28 Days of Blogging mehr verfolgt. Da waren großartige Artikel dabei und die Blogs sind es wert, dass ich sie weiterhin regelmäßig lese: Spunkyrella zum Beispiel oder diephotographin, Gut Essen in München und die Blogging Tipps von Nia, der Organisatorin der Challenge. Es haben aber insgesamt 29 Blogs mitgemacht! Ich hätte gern mehr mitbekommen!

Täglich posten: Leidet die Qualität der Texte?

Die Aufgabe einer Redaktion ist nicht nur, Zahlen zu bewerten. Wenn ein Beitrag viel geklickt wurde, heißt das hinsichtlich des Internets, dass er gut funktioniert. Trotzdem:

  • Einige der Beiträge muss ich mir noch einmal vornehmen – redaktionell überarbeiten. Das ist an kurz gekommen – und das sieht man!
  • Was? Wo? Welcher?
  • Echt? Wo? Welcher?
  • Hey ihr wisst doch, dass ihr nicht perfekt seid!
  • Vom Anderen – ja… 😉

Qualität zeigt sich in den Klickzahlen nur bedingt: Das Ergebnis nach Zahlen zu beurteilen, kann bloß eine grobe Richtung angeben. Es spielen noch andere Faktoren eine Rolle:

  1. Was will das Blog?
  2. Welche Leser zieht es an?
  3. Wie setzt es Sprache ein?

Ein literarisches Blog hat eben andere Ansprüche als ein How-to-Do-Blog – und der liegt in der Sprache, nicht in der Suchmaschienenoptimierung. Das Ergebnis: Wenn Beiträge mehrere Tage zum Entstehen haben, werden Fehler verbessert, die bei einem Tagesbeitrag vielleicht aus Eile stehen bleiben.

Welches Fazit ziehen wir daraus?

Betrachten wir das Ergebnis zeigt sich: 28 Days of Blogging heißt nicht, dass es nach 28 Tagen getan ist. Es geht weiter mit dem

  1. Lesen anderer Blogbeiträge,
  2. Redaktionellem Überarbeiten
  3. Fertigstellen des noch nicht vollendeten, aber versprochenen Märchens aus Indien

Deshalb wurde auch von manchen Blogteilnehmern #lifeafter28daysofblogging eingerichtet.

Was aber sagt das Ergebnis den Teilnehmerinnen der Redaktionssitzung? Fragen wir nach:

  • Alles in Allem: Würdet ihr nächstes Jahr wieder mitmachen?
  • Was für eine Frage… Klar!
  • Bist du verrückt?

Warten wir also auf Februar 2018…

Bis dahin bleibt genug Zeit, um sich wieder spontan zu entscheiden.

 

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Diätplan zum Entspannen
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Ultimativer Diätplan für erfüllte Tage

Unweigerlich kommt er, der Aschermittwoch – und mit ihm die Fastenzeit. Denkst du jetzt an deine Bikinifigur? Oder suchst du nach einer schnellen, zeitsparenden Möglichkeit überflüssige Pfunde zu verlieren? Keine Sorge, du bist nicht allein…

Für euch, die ihr in den nächsten Wochen alles zu tun gedenkt, damit ihr wieder los werdet, was ihr in den letzten Wochen, Monaten, Jahren in euch hineingestopft habt, haben wir diesen Diätplan erstellt.

Den einzig wahren… den ultimativen Diätplan!

Unsere erkärte Mission: Wir wollen Menschen helfen, sich von unnötigem Ballast zu befreien. Auf dass sie sich wieder freier bewegen, klarer denken und öfter freuen können!

Diätplan für schlaue Köpfe

Eines schicken wir jedoch noch voraus: Wie alle Diäten ist auch diese kein Honigschlecken! Du musst hart arbeiten und einige Durststrecken überstehen. Daher solltest du gut überlegen, ob du dich unserem Plan anschließt.

Grundsätzliche Fakten

  • 6 Wochen: Sie reichen völlig aus, nachhaltig zu entschlacken.
  • 112prozentige Erfolgsgarantie: Vorausgesetzt du hältst den Diätplan tatsächlich durch.
  • 1 klarer Diätfahrplan pro Woche
  • Punktesystem für Sport
  • 30-50 Prozent Steigerung des Glücksquotienten sind garantiert.

Bestandsaufnahme

Am Beginn eines Diätplans steht eine umfassende Analyse des Ist-Zustands. Daher gilt es zunächst zu sammeln,

  • wie viele Stunden deiner Freizeit verbringst du online?
  • Gliedere diese Stunden in Geräte: Smartphone, PC, Tablet, TV…?
  • Analysieren wie lange du welche Medien nutzt: Facebook, Twitter, Netflix, Pinterest, Instagram, mit deinem Blog…
  • Mache dir eine Liste dazu
  • Dieser stellst du eine andere Liste gegenüber: In ihr hältst du fest, wie viel Zeit du mit Freunden, der Familie, Sport, in der Natur, auf Reisen verbringst – ohne irgendein Gerät.

Hast du die Bestandsaufnahme beendet, formulierst du dein Ziel. Die Stundenanzahl, die es für dich ermöglicht, entspannt deine Freizeit zu genießen. Doch sei dir bewusst: Alles, was höher als 1-2 Stunden täglich liegt, gefährdet die Zufriedenheit eines jeden Menschen.

Durchführung

  1. Schritt: Du folgst dem detaillierten Wochenplan.
  2. Schritt: In einen Kalender notierst du in Stichworten, was du bewältigt hast, woran du gescheitert bist.
  3. Schritt: Du zeichnest dazu, wie du dich fühlst: :) oder :( oder 😉
  4. Schritt: Jede Woche fasst du zusammen, was du in ihr anders gemacht, was du kennengelernt hast und was dir daran Freude macht.
  5. Schritt: Du verzeichnest, um wieviel leichter du dich fühlst.

 Woche eins

Wie bei jeder guten Diät, muss sich dein Körper erst darauf einstellen, dass der Entzug von Gewohntem droht. Daher gibt es am ersten Tag nur Gemüse ohne Fett… In unserem Fall

  • darfst du durch zwei Netzwerke streamen, aber nicht interagieren: Kein Gefällt mir, kein Teilen, keine Kommentare. Kurz, nur schauen bzw. hören!
  • Es gibt kein Zeitlimit!

Am zweiten Tag gibt es

  • nur noch Netflix, ein Computerspiel oder deinen Blog/Lieblingsblog oder Ähnliches.
  • Keine sozialen Netze!
  • Zeitlimit: 3 Stunden.

Die folgenden Tage darfst du nur noch in soziale Netze,

  1. wenn du deinen Freunden mitteilst, dass du eine Diät machst.
  2. sie um Hilfe bittest, weil du Zuspruch brauchst.

Das Zeitlimit für alle Online-Tätigkeiten gemeinsam: Maximal 1,5 Stunden.

In dieser Woche musst du dich organisieren, deshalb sind noch keine Aktivitäten geplant. Doch wir haben Beispiele, wie du dich in der plötzlich frei gewordenen Zeit beschäftigen kannst:

  • Gestalte deinen Wochenplan besonders schön.
  • Überlege detailliert, was du mit der neu gewonnenen Freizeit tun könntest
  • Schreib’ eine Liste von jenen Aktivitäten, die du immer schon machen wolltest, wozu du aber nie gekommen bist.
  • telefoniere viel mit Freunden,
  • schreib’ Briefe – keine Mails 😉
  • lies ein Buch oder auch zwei

Wenn du den Drang nach einem Blick auf dein Smartphone verspürst: Lass den Moment vorüber gehen, ohne eine Aktion gesetzt zu haben. Genieße die Stille – und widme dich deiner unmittelbaren Umgebung.

Woche zwei bis fünf

Das Zeitlimit geht Schritt für Schritt auf 0 Minuten hinunter.

Das klingt schlimmer als es ist! Du arbeitest dich ja langsam vor.

Wie du es schaffst?

Zunächst einmal ist es wichtig, konsequent zu sein: Ausreden gelten nicht – auch wenn du dir plötzlich einbildest, unbedingt noch ein Dokument in der Freizeit abarbeiten zu müssen! Arbeit bleibt im Büro, Studium auf der Uni! Zuhause arbeiten gibt es nicht. Genauso wenig wie es erlaubt ist, länger in der Arbeit zu bleiben, nur weil du deine Online-Zeit vermisst. Die Freunde triffst du persönlich oder eben nicht!

Es gab übrigens eine Zeit vor Google Maps, SnapChat oder Facebook.

Wenn du gar nicht mehr weiter weißt, frag deine Eltern. Wie haben sie in der Präcomputerzeit überlebt? Haben sie überhaupt gelebt? Wie konnten sie Lokale finden, wenn ihnen Google nicht den Weg wies. Woher bekamen sie ihre Bücher, als es Amazon noch nicht gab? Wie beantworteten sie ihre Fragen – so ganz ohne Suchmaschine?

Überlebensnotwendig ist es jedoch für dich, Balance zu halten! Für jede Minute weniger Online-Zeit, gibt es eine Stunde mehr Aktivität aus deiner in der ersten Woche erstellten Liste.

0 Minuten. Das musst du dir vorstellen: 0 Minuten…

Ein großes, fast rundes 0…

Die letzte Woche

Mit Null endet der Diätplan jedoch noch nicht. Null ist eine Leistung, eine großartige – ja!

Nur – der nächste Schritt führt dich weg von der Aktivität hin zur Stille. Die Seele baumeln lassen – das ist deine Aufgabe in dieser Woche, 7 Tage lang…

Nein, du musst deine Wohnung nicht putzen. Deine Mutter besuchen? Das geht doch nächste Woche noch! Regale, Papiere, Schränke ordnen… Sorry! Nein, Das einzige, was erlaubt ist:

Ruhe, Stille, Nachdenken.

Das ist es.

Du wirst sehen: Voller kriegst du deine Tage nicht!

 

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1+1=3 Märchen trifft auf Philosophie

Ein gutes Gespann schafft mehr als die Summe seiner Möglichkeiten:

1: Wer in den deutschsprachigen Landen Sagen und Märchen erzählt, weiß um den Schriftsteller Michael Köhlmeier. Bekannt ist er, weil er die Sagen des klassischen Altertums in der 80teiligen ARD-alpha-Reihe schonungslos und eindrücklich erzählt. Er ist schon längst der Erzähler, auf den man sich bezieht, wenn es Fragen zu griechische Götter, Halbgötter und dem Olymp zu beantworten gilt.

+

1: Was hat in diesem Umfeld Konrad Paul Lissmann verloren? Der Villacher ist Universitätsprofessor für „Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik“ an der Universität Wien. 2014 hat er sich aufgemacht, die Praxis der Unbildung näher zu beleuchten. Da der streitbare Essayist auf einen ironischen Verstand bauen kann, ist diese Streitschrift polemisch, klar und durchdacht. Mythen und Märchen, Magie, Götter… das alles kann man sich bei ihm eigentlich nicht vorstellen.

=

3: Der Dialog zwischen den beiden ist zu diesem Buch geworden. Mythologisch-philosophische Verführungen nennen die Autoren es. Für mich ist es ein Spaziergang… ein Spaziergang durch die Themen eines Menschenlebens: Arbeit, Macht, Lust, Schönheit, Meisterschaft…

1+1=3

Alte Geschichten mögen die einen sagen, “unrealistisch, Unterhaltung halt” – Da hören wir an einem regnerischen Samstag Nachmittag zu, weil eine gut erzählte Geschichte eben “eine gute Geschichte” ist.

Wenn sich allerdings die Philosophie der Geschichten, der Märchen und Sagen annimmt und zeigt, was noch alles  in ihnen steckt – ja dann… dann erfahren wir, was Märchen eigentlich sind:

  • Vorlagen zum Denken
  • Bewährte Erinnerungen der Menschen vor uns
  • Ausdruck eines kollektiven Gedächtnisses
  • Interpretationsspielraum
  • Ein Stück Weisheit

 

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Energie aufladen für den Endspurt!

Ein Moment zum Energie aufladenBevor es richtig losgeht mit meinem Märchen, brauchen wir noch einen Moment: Wir müssen unbedingt Energie aufladen.

Mit Fasching haben wir nämlich nicht gerechnet, als wir die 28 Days of Blogging Challenge angenommen haben. Die Redaktion hat uns auch nicht erinnert. Was uns jetzt in Schwierigkeiten bringt.

Bleibt heute die Frage: Wie bringen wir uns doch noch in die richtige Stimmung zum Schreiben? Noch 4 Tage!

Wie können wir Energie aufladen?

Unsere Antwort: Eine Partie Blödelscrabble…

Die können wir nur empfehlen!

Scrabble am Computer geht auch. Manche sagen, es macht einen Ticken weniger Spaß, aber wir sind keine Experten.

Wir wissen nur eins: Lachen macht den Kopf leicht…

Bei dieser Gelegenheit auch ein Dankeschön an alle, die überhaupt ermöglicht haben, täglich zu bloggen.

Unser ganz besonderer Dank gilt unserem Scrabblepartner! Er meinte auch heute noch:

Ihr schafft das!

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Die ersten bekannten FakeNews
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Wie erkennst du Falschmeldungen?

Sie geistern als Fakenews durch die mediale Welt: Falschmeldungen. Angeblich sind sie besonders häufig in den digitalen Medien anzutreffen – vor allem in den sozialen Netzen. Eine solche Falschmeldung heißt seit Beginn des Internets Hoax.

Sie muss nicht einmal mit einer Absicht dahinter im Netz gelandet sein. Es reicht, dass irgendjemand etwas behauptet, von dem er überzeugt ist, aber sich nicht die Mühe macht, es mit Fakten zu belegen. Weil Falschmeldungen auch eifrig geteilt werden, also schon mal “viral” gehen, überzeugen sie andere.

Warum sind Fakenews in aller Munde?

Donald Trump bezeichnet grundsätzlich alles als Falschmeldung, was ihm jetzt medial nicht so in den Kram passt. Er beendet gern seine Twitter-Kommentare mit “Fakenews”. In USA werfen sich zurzeit die Medien und Trump gegenseitig vor, Lügner zu sein.

Eine ähnliche Taktik schwappt über manche Politiker auch nach Deutschland. Und die Medien versuchen sich dagegen zu wehren.

Bleibt die Tatsache: Falschmeldungen kommen immer wieder vor. Wir erkennen sie aber oft nicht.

Daher sollten wir uns in den sozialen Netzen den folgenden Fragen stellen:

  • Woran sehen wir Normalsterbliche, dass der Post von einem Freund ein Hoax ist?
  • An welchen Kriterien erkennen wir, ob in dem Post auch die Fakten stimmen?
  • Wann sollten wir einen Post melden, auch wenn ein Freund ihn geteilt hat?

Ein Verein kämpft gegen Falschmeldungen

Falschmeldungen entlarven, verdrehte Inhalte klarstellen, auf Nutzerprobleme reagieren – das ist mittlerweile eine Leben füllende Tätigkeit: Ein Verein mit Sitz in Wien hilft, Falsches von Fakten unterscheiden zu lernen. Die private Initiative mimikama beschäftigt  zwei hauptberufliche Fake-Aufklärer und 17 Ehrenamtliche in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. 100 bis 120 Falschmeldungen bearbeiten sie täglich.

Sie wissen daher ganz genau, wie wir Fakenews erkennen können: Hier sind ihre Tipps!

Wenn du trotzdem unsicher bist, ob du den einen Post weiterleiten sollst:

Das gelungenste Werkzeug des Vereins ist Hoaxsearch, die Suchmaschine für Fakes im Internet.

Mit ihr sollten wir viral gehen!

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Auf der Suche nach Wahrheit
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Wer sich heute auf die Suche begibt…

Die Suche nach Wahrheit? Wer sucht heute noch nach Wahrheit?

In den Tagen von #Fakenews weiß keiner mehr, was wahr ist: Derjenige, der am lautesten schreit, bekommt Recht. Derjenige, der mächtig ist und seine Interessen mit allen Mitteln – auch mit Lügen – durchsetzen will, bestimmt.

Dieser Mechanismus funktioniert zurzeit in Ungarn, in der Türkei, in Syrien, in den USA… überall dort, wo sich totalitäres Denken durchzusetzen beginnt.

Plötzlich tauchen Begriffe auf wie “postfaktisch”, wie “alternative Perspektiven” oder “Tatsachen mit Spielraum”.

Wahrheit… die eine Wahrheit gibt es nicht, sagen die Leute. Es kommt eben auf die Perspektive an, aus der man etwas sieht. Es gibt so viele verschiedene Sichtweisen… wer kann schon wissen, was wirklich wahr ist? Wozu also sollte ich mir die Mühe machen, es herauszufinden.

Jeder, der so argumentiert, vergisst diejenigen, die sich tatsächlich auf die Suche nach einer möglichst allgemein gültigen Wahrheit begeben. Menschen, die ihr Leben dafür geben. Für etwas, das bloß ein Konstrukt ist – aber eben ein gültiges – Menschen, die sich auf die Suche nach Wahrheit machen.

Und sie bezahlen teuer, damit wir diese Wahrheit bekommen.

Wieviel Angst kostet Wahrheit?

Als sich die Lifttüre öffnete, entdeckte die Nachbarin ihre Leiche. Zwei Kugeln steckten in der Brust, eine in der Schulter und eine im Kopf.

Anna Politkovskaja rechnete mit ihrer Ermordung. Sie hatte Angst, lebte ständig mit ihr.

2005 sagte sie auf einer Konferenz zur Pressefreiheit:

Manchmal zahlen Menschen mit ihrem Leben, wenn sie laut sagen, was sie denken; manchmal sogar, wenn sie mir Informationen weitergeben. Ich bin nicht die einzige, die in Gefahr ist.

2001 floh sie zum ersten Mal aus Angst nach Wien: Ein Polizeibeamter wollte Rache nehmen. Politkovskaja hatte ihn beschuldigt, für Gewalttaten in Tschetschenien verantwortlich zu sein.

Lange hielt es sie jedoch nicht; sie kehrte wenige Monate später wieder nach Moskau zurück.

Trotz der Bedrohung… trotz der Angst um ihr Leben. Trotz der Anschläge, die sie überlebt hatte.

Ihre Freunde sprechen von mindestens neun.

Sie hätte sich ihr Leben leichter machen können: Als US-amerikanische Staatsbürgerin hätte sie sich eigentlich nicht darum kümmern müssen, wie Russlands Wahrheit aussieht.

  • Was also trieb sie zurück?
  • Was ließ sie im Gegensatz zu vielen anderen keine “Wahrheit”  akzeptieren, die einem Großteil der Betroffenen die Stimme nimmt?

Wie Demokratie erlischt

In ihrem posthum erschienen Russischen Tagebuch macht Politkovskaja den Anfang vom Ende an einem Ereignis fest. Ihr gilt es als das Ende der Demokratie in Russland: Die Geiselnahme von Beslan.

beslanb_2007_09_01Am 1. September 2004 um 9:30 Uhr stürmte eine Gruppe von Geiselnehmern die Mittelschule Nr. 1, in der Schüler im Alter von sieben bis 18 Jahren unterrichtet wurden.

Der 1. September ist in ganz Russland Schulbeginn, an dem die Erstklässler in Anwesenheit der Eltern und zukünftigen Mitschüler feierlich begrüßt werden. Oft kommen ganze Familien, um der Zeremonie beizuwohnen.

Drei Tage später beendeten russische Einsatzkräfte die Geiselnahme, indem sie das Gebäude stürmten. Dabei starben Kinder wie Erwachsene. Soweit lässt sich sagen, dass sich die Darstellungen gleichen.

Dann aber begann ein mühsames Ringen, um das, was wa(h)r.

Politkovskaja machte sich auf, Hintergründe zu erfahren. Sie wollte zeigen, was bevorsteht, wenn sich autokratische Machtmenschen politisch durchzusetzen verstehen.

Nur eine gründliche Suche zählt

Der Journalistin war bewusst: Sie würde nicht annähernd an die Wahrheit herankommen, wenn sie in ihrem Moskauer Büro blieb und offiziellen Kundmachungen lauschte.

Sie brach auf – mit drei harten Broten, drei Wanderstecken und drei Paar eisernen Schuhen, wie es in einem der beliebtesten russischen Märchen heißt, dem Märchen Das Federchen des Finist Hellfalke. In ihm sucht das schöne Mädchen ihren Geliebten Finist – den Phönix, der alle 500 Jahre aus der Asche wiedergeboren wird.

Für Politkovskaja bedeutete diese Suche vor allem Recherchearbeit vor Ort:  Jedes noch so kleine Stückchen Information offizieller Stellen musste überprüft werden.

  • Waren es nun 130 (offiziell) oder doch über 1000 Geiseln, wie Zeugen berichteten?
  • Die Anzahl der Geiselnehmer schwankte erheblich, man einigte sich schließlich auf mindestens 32.
  • Waren tatsächlich Araber unter ihnen, wie Armee und OMON-Spezialeinheiten durchsickern ließen?
  • Oder waren es ausschließlich Tschetschenen, wie die Betroffenen behaupteten.
  • Sogar die Zahl der Toten war umstritten: 331 nannten die Behörden, 394 wurden allein in einem Krankenhaus gezählt, 900 vermuteten Hilfsorganisationen.

Politkovskajas Ohr galt dem Erlebten

Was Politkovskaja für all jene, die behaupteten, die Wahrheit zu kennen, so gefährlich machte, war ihr Wissen darum, dass diese behauptete Wahrheit ohne die Stimme der Betroffenen gar nicht wahr sein kann; dass behauptete Tatsachen auch das Skelett für ein anderes Konstrukt – der Propaganda – bilden können.

Sie hörte Müttern zu, die ihre Kinder verloren hatten, Vätern, die mit diesen weinten; spürte die Trauer, die Angst und die Wut über die Verdunkelungstaktik der zuständigen Behörden. Diese Eltern wollten wissen, wie ihre Kinder gestorben waren. Doch die Behörden speisten sie mit Worthülsen ab.

Die Wahrheit stand auch für Politkovskaja nicht unveränderlich und absolut da.

Aber es gehörten Fixpunkte dazu, die nicht beiseite gewischt werden konnten: Geschehnisse in Russland, die zur Geiselnahme geführt haben. Verantwortlichkeiten. Zusammenhänge und auch aufgestaute Gefühle. In Tschetschenien, im ganzen Land.

All das versuchte die Journalistin zu benennen, in Worte zu fassen, um ihre Wahrheit möglichst wahr werden zu lassen. Wohl wissend, dass wir, die Leser, dem Gesagten nur vertrauen können, wenn sie ihre Arbeit gut machte. Ihr Phönix sollte nicht so schnell wieder sterben!

500 Jahre Leben wollte sie ihm geben.

Ihr eigener Tod ist dazwischen gekommen.

Und Finist?

Finist ist endgültig davon geflogen

Fotocredit

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Challenge: Internet kreuz und quer
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5 Tage Challenge: Was hab’ ich nu gelernt?

Jetzt ist es soweit: Die Fünf Tage Challenge ist vorbei.

Die Challenge in der 28 Days of Blogging Herausforderung, bei der ich das Internet als gesammelten Wissensschatz nutzen wollte. Tatsächlich ist sie leider schon zu Ende. Und ich habe nur ganz feine Kratzer auf der Oberfläche hinterlassen.

Dabei wollte ich viel tiefer bohren!

Jetzt aber der Reihe nach…

  • Habe ich jeden Tag etwas Neues im Internet gelernt?
  • War ich mit meiner Aufgabenstellung zufrieden?
  • Wie lange habe ich dafür täglich gebraucht?

Ja. Nein. 15 bis 20 Minuten.

Mit der Aufgabenstellung war ich unzufrieden, weil… (Tiefer Atemzug)

Es hätte noch so viel anderes gegeben! Ich hätte anderen Pfaden folgen können, wäre ganz woanders gelandet. Eine Viertelstunde sich treiben lassen – das wäre großartig gewesen! Die klare Aufgabenstellung hat mich viel zu sehr eingeschränkt. Punkt. Was hätte ich nicht alles entdecken können, wenn ich mich gelassen hätte!

Schon nickt die hauseigene Redaktion streng: Genau das, meine Liebe, genau das wollten wir mit der Aufgabenstellung verhindern! Dass du ohne Sinn und Verstand herumsurfst!

:p

Was hast du denn jetzt für deine Leser?

Ergebnis der 5 Tage Challenge

1. Tag: Eine neue Autorin finden

Gefunden habe ich Zadie Smith. Sie ist herrlich frech, witzig und eine unglaubliche Denkerin mit Einfühlungsvermögen. Außerdem mag ich die Mischung, die sie mitbringt – sie scheint eine wandelnde, interkulturelle Erfahrung zu sein. Meine Bücherliste habe ich gleich einmal verlängert.

2. Tag: Info zu einer Stadt, die ich immer schon besuchen wollte

Das war die Recherche, die ursprünglich am wenigsten Zeit beanspruchte, weil ich ja wusste, welche Stadt ich suchte. Aber mit Wikipedia wollte ich mich dann doch nicht begnügen. Das wäre zu leicht gewesen. Die Stadt, von der ich Genaueres lernen wollte, war Varanasi auch Benares oder Kashi. Näher informiert habe ich mich über die Ghats – die Treppen am Ufer des Ganges.

3. Tag: Ein Kunstwerk, das mir immer schon gefallen hat

Ein bisschen Freiheit habe ich mir bei der Interpretation der Aufgabenstellung dann doch gegönnt! Das Kunstwerk gehört der Paracas Kultur an. Was mich daran besonders interessiert? Die Paracas Kultur steckte alle kreative Energie in die aufwändigsten, farbenprächtigsten Textilien. Die Begräbnisgewänder waren mit bedeutungsschwangeren Stickereien verziert. Die gesamte Gesellschaft war an der Herstellung der bis zu 26m langen Tücher beteiligt. Von dieser Kultur ist außer den Textilien wenig erhalten geblieben. Mary Frame aus Kanada ist DIE Expertin dieser Textilien und dank Google Books bin ich jetzt um einiges schlauer.

4. Tag: Näheres über einen Alltagsgegenstand

Dafür habe ich am längsten gebraucht. Die Schwierigkeit daran war, dass mir kein Alltagsgegenstand einfiel, nach dem ich zu recherchieren Lust hätte. Bis ich wieder auf “Archeologisches” verfiel.

Was kann es für eine Globetrotterin Anderes sein als das Rad?

Eine der ältesten Erfindungen der Welt, die 4000 v. Chr. aufkam. Besonders fasziniert hat mich das Dharma-Rad, das “Rad der Lehre” – es repräsentiert die buddhistische Lehre. Ein Klick nur und ich war in einem philosophisch-theologischem Thema. Ausgangspunkt: ein Alltagsgegenstand.

5. Tag: Eine Idee, die mir schon länger im Kopf herumspukt

Die Idee, tja, diese ganz spezielle Idee blitzte wieder aus dem Halbvergessen auf, weil ich über einen Artikel im Wired Magazin – natürlich online – gestolpert bin: Lässt sich der perfekte Mensch bald ausdrucken? Um es kurz zu machen: Nein, auch 3D-Drucker stoßen an ihre Grenzen – und wenn es nur ökonomische sind! Wieder was gelernt.

Doch die eigentliche Idee poppte schon beim Lesen des Titels auf:

Was, fragte ich mich, steckt hinter der Sucht, “perfekte” Menschen schaffen zu wollen? Sei es nun Frankenstein, ein Roboter, gedrucktes Papier, Klone oder Kinder.

Was daraufhin hätte folgen müssen: eine gründliche Internetrecherche.

Fertig wäre ich damit heute aber nicht mehr geworden!

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Meine große Liebe ist Kunterbuch

Kunterbuch? Kunterbunt, meinst du wohl?

Nein, ich habe mich nicht vertippt!

Meine große Liebe ist einzig und allein Kunterbuch, Die Buchhandlung! Die Größte für die Kleinen mitten im Herzen Wiens.

kunterbunt_Eingang_tinyIch befinde mich mit meiner großen Liebe in guter und zahleicher Gesellschaft: Kunterbuch wurde mehrmals mit dem Kinderbuchhandlungspreis ausgezeichnet.

Dieser Preis sagt schlicht, dass Kunterbuch die beste Kinderbuchhandlung Österreichs ist.

Kinder aller Altersklassen, Mütter, Väter, Tanten, Onkel, Großmütter und -väter suchen dort Lesestoff und sogar andere, oft kinderlose Erwachsene kommen, um lesbare Mitbringsel zu suchen.

Schuld ist nicht nur die Auszeichnung. Aber eine solche bekommt man halt nicht, wenn man Durchschnitt ist.

Was braucht’s, um große Liebe zu sein?

Kompetenz.

Zwei engagierte Buchhändlerinnen beschäftigen sich mit den Wünschen ihrer kleinen und großen Kunden. Wer auch immer kommt und nach einem Buch fragt, erhält eine fundierte Antwort. Selbst wenn der Autorenname knapp daneben liegt, man nicht so genau weiß, für welche Zielgruppe das Buch überhaupt sein  oder wovon es handeln soll:

  • “War etwas mit B am Anfang”, “handelt von einem scheppernden Ritter und einem blauen Hut”. – Quizfrage 😉
  • “Ich suche etwas für einen Jungen.” “Wie alt ist er denn?” “Pfft, ist der Sohn von meinem Chef, vielleicht vier, nein eher sechs oder acht. Na ja, so halt.”
  • “Interessen? Hat man die schon in dem Alter? Woher soll ich das wissen?”*

kunterbunt_diedamen  Egal, ob verwirrte Väter, ahnungslose Großmütter oder gelangweilte Onkels – kompetent wie Elisabeth Rippar oder Dagmar Harbich sind, gehen die zuvor noch Verzweifelten wenige Sekunden später mit sich zufrieden UND einem richtigen Buch in der Hand aus dem Laden.

Was wirklich hinter Kompetenz steckt?

Leidenschaft.

Die zwei lieben Bücher, Geschichten, Illustrationen und wissen genau, welche Themen “ziehen” und welche nicht. Sie kennen ihre Zielgruppe und haben einen Blick für die fasziniert leuchtenden Augen der Kleinen.

Deshalb kommen auch viele Mütter, Großmütter oder Tanten und  schmökern im Angebot. Sie schauen auch schon einmal mit den Kindern am Nachmittag vorbei. Die Kinder verschwinden in der Kuschel- und Spielecke und probieren ihre Bücher aus…

die große Liebe das BuchWer einfach so vorbeikommt, stöbert, plaudert, fragt, tratscht und genießt, dass die Kinder schmökern.

kunterbunt_KaffeeDass es einen Kaffee gibt, der die nahe gelegenen Kaffeehäuser verblassen lässt, hilft. Und aus einer Viertelstunde wird eine halbe, eine ganze, zwei Stunden.

Zeit verschwindet in diesem kunterbunten Schloß der Bücher.

Nebenbei wächst der Stapel der Wunschbücher mit. Wunschbücher der Großen – und der Kleinen.

Alles gut und schön: Was bedeutet dir das?

“Dein Sohn ist doch schon zu alt, als dass du Bücher für ihn findest!”

Stimmt.

Die große Liebe zur Buchhandlung Kunterbuch hat mich und meinen Sohn begleitet. Mein Sohn ist heute eine Leseratte. Das verdankt er den beiden begeisterten Buchhändler- und Leserinnen! Sie haben ihn regelmäßig mit Lesestoff versorgt, der ihn dauerhaft fasziniert hat.

Für mich ist die Buchhandlung ein Fundus.

Wer hat sich mehr mit Märchen beschäftigt, als die Kinderliteratur? Ich lasse mich beraten, diskutiere Märchenstoff und finde Vieles zu Märchenfiguren.

Bestellen geht übrigens immer!

Außerdem…

das Lächeln im Kunterbuch

Wer – bitte schön – kann diesem Lächeln widerstehen?

  • Buchhandlung Kunterbuch
  • Am Stubenring 20, A-1010 Wien
  • Tel: 0043-1-513 50 93, www.kunterbuch.at
*Fragen wie diese entsprechen der Realität: Ich habe sie dort so gehört!

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Perspektive: Wer erzählt denn nun?

Eine Frage gilt es noch zu klären, bevor ich schreiben kann: Die Perspektive. Wen wähle ich aus, der das Märchen erzählen soll? Anders als in den überlieferten Märchen, gibt es in den Märchen für Globetrotter selten den allwissenden Erzähler. Meist erzählt eine der Figuren – ein Ich, das seine eigene Meinung, seine Erfahrungen und Erlebnisse hat. Die Perspektive zählt; sie bestimmt, wie die Geschichte läuft.

Die Perspektive beschäftigt Autoren mehr, als sie gern zugeben. Sie müssen klären, in welchen Kopf sie schlüpfen müssen, um ihre Geschichte bestmöglich zu erzählen. Das ist bei mir nicht anders.

Die richtige Perspektive für Globetrotter

Meine Globetrotter Märchen erzählen sich gern in der 1. Person, schlüpfen gern in ein Ich. Der Ich-Erzähler hat nämlich unglaublich gute Seiten:

  • Der Fokus ist eindeutig.
  • Es gibt ein zentrales Bewusstsein, das die verschiedenen Personen in Beziehung setzt.
  • Konflikt und Spannung entstehen sofort.
  • Die Ich-Perspektive gibt dem Leser eine Unmittelbarkeit. Man glaubt direkt die Geschehnisse mitzuerleben. Gewinnt der Erzähler, glaubt der Leser selbst zu gewinnen. Verliert er, ist es auch der Verlust des Lesers.
  • Der Ich-Erzähler ist Teil des Dramas.
  • Wenn ein Ich erzählt, bekommt es eine starke Stimme.
  • Diese bestimmt den Ton, den der Autor folgen muss.

Trotzdem ist die Perspektive der 1. Person nicht selbstverständlich für mich. Nicht immer passt sie. Sie hat auch noch ein paar schlechte Seiten. Daher frage ich vor jeder Geschichte:

  • Welche Grenzen sind der 1. Person gesetzt? Der Erzähler kann nur Teile der Geschichte kennen.
  • Wie kommt die wichtige Information in den Text, wenn der Erzähler sie nicht kennen kann.
  • Wie nahe stehe ich dem Erzähler und den von ihm berichteten Geschehnissen?
  • Wie schaffe ich, dass der Erzähler wenig redet und viel zeigt.
  • Was nimmt der, der erzählt die Geschehnisse wahr? Was kann er nicht wissen?

Erst wäge ich ab, wer denn die 1. Person sein könnte. Sie muss Charakter haben und sich auskennen. Wenn die Ich-Perspektive nicht überzeugt, bleiben mir andere Optionen. Die Entscheidung muss aber fallen, bevor ich noch den ersten Satz geschrieben habe.

Eine andere Perspektive erschafft nämlich ein anderes Märchen.

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